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Rattenversuch des Hahnemann Medical College


In einer Versuchsanordnung wurden Ratten darauf trainiert, eine bestimmte Taste zu drücken, wenn sie Durst hatten. Ein Roboter wurde so programmiert, dass er auf einen Tastendruck hin Wasser zur Verfügung stellte.
Den Ratten hatte man Elektroden ins Gehirn eingepflanzt, mit denen die Hirnströme der Tiere gemessen wurden; die hierbei aufgezeichneten Muster wurden in einen Computer eingegeben. Die Wissenschaftler stellten fest, dass einem Tastendruck jeweils ein ganz bestimmtes Gehirnwellenmuster vorausging.

In der zweiten Phase des Projekts wurde die Taste deaktiviert. Der Roboter wurde so umprogrammiert, dass er den Ratten statt auf Tastendruck auf das Auftreten dieses spezifischen Wellenmusters hin Wasser geben sollte. Nach einiger Zeit erkannten die Ratten, dass sie ‘nur’ in ihrem Gehirn dieses Wellenmuster erzeugen mussten (man könnte sagen: an Wasser denken mussten), statt die Taste zu drücken. Daraufhin gab der Roboter ihnen Wasser.

D. h., die Ratten waren nicht nur dazu in der Lage, charakteristiche Gehirnwellenmuster zu erzeugen, sondern sie konnten dies auch gezielt dazu einsetzen, bestimmte Reaktionen zu erhalten bzw. Bedürfnisse zu befriedigen.